Olfactory sense as a stimulus for precise recollection. For Anstandsorten, read “loos”, this being a euphemism comparable to the term Bedürfnisanstalt as employed in the second text below.

Plan einer unterirdischen Bedürfnisanstalt für Damen und Herren, 1904
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Die letzte erhalten gebliebene öffentliche Jugendstiltoilette in Wien steht unter Denkmalschutz.

Die Bedürfnisanstalt am Graben wurde vom Architekten Franz Krasny (1865 – 1947) geplant. Er war ein Schüler von Otto Wagner und Carl Hasenauer. Diese erste unterirdische Bedürfnisanstalt in Wien ist nach wie vor in Betrieb. Heute erfreut sie sich auch als Touristenattraktion großer Beliebtheit.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurden im stetig wachsenden Wien aus hygienischen Gründen öffentliche Toilettenanlagen installiert. Es gab zahlreiche Diskussionen über „Anstandsorte“. 1863 gründete der Gemeinderat eine „Pissoir-Kommission“. Zur Wiener Weltausstellung 1873 wurde ein großer Besucherandrang erwartet. Der Arzt Richard Müller warnt in seiner Druckschrift „Zur Straßenreinigung“, dass Wien den Gästen „das Schauspiel einer schlecht gesäuberten Stadt biete […]“.

1880 suchte der findige Berliner Kaufmann Wilhelm Beetz bei der Verwaltung der k. k. Reichshaupt- und Residenzstadt Wien um Genehmigung für den Bau und Betrieb von „Bedürfniß-Anstalten für Personen beiderlei Geschlechtes“ auf öffentlichen Plätzen an. Zunächst stieß er auf Ablehnung. Aber er verwies darauf, dass in Paris, London, Berlin und weiteren Städten solche Bedürfnisanstalten bereits mit Erfolg von Privatunternehmen betrieben würden. Am 24.07.1883 wurde der Antrag von Wilhelm Beetz bewilligt. Er übersiedelte von Berlin nach Wien und gründete eine Firma, die sich ausschließlich mit der Errichtung und dem Betrieb von öffentlichen Toilettenanlagen in Wien beschäftigte. Beetz errichtete zahlreiche neue Anlagen und übernahm bereits existierende als Betreiber.

Im Technischen Museum Wien befinden sich die Archivalien der Firma Wilhelm Beetz in der Sammlung „Klein- und Sonderbestände zu Firmen“. Sie bieten einen repräsentativen Querschnitt von Unterlagen zur Firmengeschichte der heute noch existierenden Firma Wilhelm Beetz Bauunternehmung GmbH.

— Read on www.technischesmuseum.at/objekt/plan-einer-unterirdischen-beduerfnisanstalt-fuer-damen-und-herren-1904

“I summon up remembrance of things past.” WS

Stefan Zweig, writing in exile, is constrained to “summon up remembrance of things past”, from the only source the bastards cannot reach, his ever retentive mind. Deprived of all contact with the culture that he had helped to build, he and his wife took their own lives in Brazil shortly after Die Welt von gestern was completed.

I am reminded of these beautiful reflections of George Steiner, who perhaps also had Zweig in mind as he spoke. The chapter on Zweig in Clive James’s “Cultural Amnesia” is also worth reading. For a genuinely uplifting monograph, read Zweig’s “Erasmus von Rotterdam”. LJ

https://youtu.be/3xUzVfxwm_k